Heimatort: Oßmannstedt

Das über 1000jährige Oßmannstedt liegt, mit seinem Ortsteil Ulrichshalben, eingebettet in der Vorlandschaft des Thüringer Mittelgebirges und wurde 956 erstmals in einer Urkunde Otto I. erwähnt.

Durch die günstige Lage zwischen Weimar und Apolda, an einer der wichtigsten Eisenbahnhauptstrecken Deutschlands gelegen, entwickelte sich eine gute Infrastruktur in dem einst von der Landwirtschaft geprägten Ort.

Von der kulturpolitischen Bedeutung zeugt u. a. das in Oßmannstedt gelegene ehemalige Wielandgut. Christoph Martin Wieland (1733-1813), der hier von 1797 bis 1813 lebte, schuf in seinem von ihm genannten "Osmantium" Werke, die noch heute zum unverzichtbaren Erbe der deutschen Literatur zählen. Heute beherbergen die Gebäude des ehemaligen Wielandgutes ein Museum, das an Wieland und dessen bedeutende Besucher (Herder, Goethe, Kleist Jean Paul u. a.) erinnert sowie eine Europäische Jugendbegegnungsstätte. In dem nahegelegenen Park fand Wieland zusammen mit seiner Frau und der Enkeltochter seiner Jugendfreundin seine letzte Ruhestätte. Ein dreiseitiger Obelisk krönt die drei nahe der Ilm gelegenen Gräber.

Auf der auch durch den Ortsteil Ulrichshalben führenden Kupferstraße rollten seit dem Mittelalter bis weit in die Neuzeit hinein die Kupfertransporte aus dem Mansfelder Land über den Thüringer Wald nach Nürnberg.

Einen besonderen Reiz bekommt Oßmannstedt durch seine Lage im Tal der Ilm mit seiner reichhaltigen Flora und Fauna verliehen.

Heute ist Oßmannstedt mit seinen ca. 1500 Einwohnern einer der größten Orte im Weimarer Land. Im Herzen Thüringens, im Städtedreieck Weimar-Jena-Apolda und unweit der Autobahn A4 gelegen, ist es ein Dorf mit einem regen Vereinsleben. Vereine wie der Kirmes- und Trachtenverein, der Burschenverein Ulrichshalben, der Feuerwehrverein, der Fanfarenzug Oßmannstedt und nicht zuletzt der Oßmannstedter Sportverein versuchen den Einwohnern immer wieder kulturelle und sportliche Höhepunkte zu bieten und machen den Ort weit über seine Grenzen bekannt.